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Hitzewellen und „Tropennächte“, in denen es kaum Abkühlung gibt: Die Folgen des Klimawandels sind auch in Deutschland spürbar. Bestimmte Gruppen wie Menschen ab 65 sind besonders von gesundheitlichen Auswirkungen der Hitze betroffen. Langanhaltende hohe Temperaturen machen aber nicht nur Älteren zu schaffen, sondern wir alle sind weniger leistungsfähig. Hier finden Sie Informationen darüber, wo Hitzewellen am häufigsten auftreten, wer besonders gefährdet ist und darüber, wie Klimawandel und Hitzebelastung zusammenhängen.
Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt! Auch wenn die meisten Menschen die warme Jahreszeit genießen, sollten Sie sich Gedanken über die gesundheitlichen Risiken von hohen Temperaturen machen – diese reichen von Hitzeerschöpfung über Hitzschlag und Sonnenbrand bis hin zum gefährlichen Hitzekollaps. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Hitze richtig erkennen, wer besonders gefährdet ist und nicht zuletzt, wie Sie sich und andere vor gesundheitlichen Gefahren durch Hitze schützen können.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt Hitzewarnungen für Tage mit starker Wärmebelastung heraus. Die von Hitzewarnungen betroffenen Regionen werden auf der Karte violett eingefärbt.
Gewarnt wird täglich gegen 10:00 Uhr für den aktuellen Tag und den Folgetag. Dabei gibt es zwei Warnstufen:
Warnung vor starker Wärmebelastung: wenn die gefühlte Temperatur die Warnschwelle von rund 32°C überschreitet
Warnung vor extremer Wärmebelastung: wenn die gefühlte Temperatur die Warnschwelle von rund 38°C überschreitet
Aber was heißt eigentlich „gefühlte Temperatur“? Die tatsächliche Temperatur berücksichtigt nicht das Temperaturempfinden des Menschen. Der DWD hat daher mit dem Klima-Michel-Modell eine Kenngröße entwickelt, die eine Aussage über das durchschnittliche subjektive Temperaturempfinden des Menschen ermöglicht. Der Name „Michel“ weist dabei auf einen Standard- oder Modellmenschen hin. Beispielsweise steigt die gefühlte Temperatur unter sommerlichen Bedingungen viel schneller an als die Lufttemperatur. Bei schwachem bis mäßigen Wind kann die gefühlte Temperatur aber auch unter der Lufttemperatur liegen.
Sie sind an Hitzewarnungen der kommenden Tage interessiert? Der DWD bietet Ihnen einen 5-Tages-Trend. Sie wollen Warnungen direkt in Ihr Postfach erhalten? Diese können über den DWD abonniert werden: Geben Sie hier Ihre E-Mail an, wählen den gewünschten Landkreis aus und Sie werden per E-Mail gewarnt.
Sommer und Sonnenschein gehören zusammen – hohe Temperaturen, Schwüle und Hitze können für den Körper aber auch sehr belastend sein. Lesen Sie hier, wie Sie für sich und andere die heißen Tage erträglich gestalten können, wie sich ernst zu nehmende Hitzebeschwerden „anfühlen“ und wie Sie am besten darauf reagieren.
Kommunen, Bildungs- und Pflegeeinrichtungen tragen mit zur Gesunderhaltung bei und bieten Gestaltungsspielraum für Hitzeschutz. Hier finden Sie Hinweise, wie Sie zur Vorbeugung von hitzebezogenen Gesundheitsproblemen in Ihrem beruflichen Tätigkeitsfeld beitragen können und wie Sie Menschen dabei unterstützen, gut mit Hitzewellen umzugehen.
Quiz – Sind Sie auf die nächste Hitzewelle vorbereitet?
Quiz
Quiz – Sind Sie auf die nächste Hitzewelle vorbereitet?
Frage 1 von 10
Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland 1881 wurden 11 besonders warme Jahre registriert, in denen die Jahresmitteltemperatur ca. 2 bis 3 °C höher war als sonst. Wie viele davon fallen in den Zeitraum zwischen 2000 und 2018?
Insgesamt 8 der 11 besonders warmen Jahre seit 1881 fallen in den Zeitraum zwischen 2000 und 2018.
Frage 2 von 10
Wo sind die Menschen bei Hitzewellen am stärksten belastet?
Stadtbewohnerinnen und -bewohner sind im Schnitt stärker durch Hitze belastet als Menschen in ländlichen Regionen. Das liegt vor allem daran, dass es in der Stadt mehr versiegelte Flächen und weniger bepflanzte Bereiche gibt, so dass mehr Wärme gespeichert wird. Heiße Tage und tropische Nächte sind in Städten deshalb viel häufiger zu beobachten.
Frage 3 von 10
Um welche Uhrzeit ist es während eines Hitzetages am heißesten?
An Hitzetagen scheint die Sonne mittags zwar am intensivsten, jedoch werden die Höchsttemperaturen erst am Nachmittag zwischen 17 und 18 Uhr erreicht. Dies hängt damit zusammen, dass der aufgeheizte Boden die gespeicherte Wärme verzögert an die Luft abgibt und diese dadurch zusätzlich erhitzt. Die heißeste Zeit des Tages während einer Hitzewelle ist also nicht mittags, sondern erst nachmittags. Da der Boden erst nach und nach die gespeicherte Wärme wieder abgibt, wird die niedrigste Temperatur des Tages erst kurz nach Sonnenaufgang erreicht. Deswegen eigenen sich die frühen Morgenstunden am besten, um zu Lüften.
Frage 4 von 10
Sind Ventilatoren wirklich hilfreich, wenn es heiß ist?
Auch künstlich erzeugte Luftbewegungen kühlen, deshalb sind Ventilatoren hilfreich, allerdings nur bis zu Temperaturen von ca. 35 °C. Danach kann die durch den Ventilator zugeführte warme Luft die Haut nicht mehr kühlen. Es besteht sogar die Gefahr, dass sie die Überhitzung fördert. Tipp: Stellen Sie als „Kühlmittel“ ein Gefäß mit Eiswürfeln vor den Ventilator, dann kühlt der Ventilator an heißen Tagen noch besser.
Frage 5 von 10
Welche Raumtemperatur sollte in Ihrer Wohnung nicht überschritten werden?
Tagsüber sollte die Raumtemperatur nicht mehr als 32°C, nachts nicht mehr als 24°C betragen. Beugen Sie rechtzeitig vor, indem Sie z.B. nur in den kühlen Nacht- und Morgenstunden lüften und für Verschattung der Fenster sorgen. Räumen Sie ggf. Ihre Teppiche weg, denn diese sind Wärmespeicher. Wenn es nicht zu schwül im Raum ist, können Sie außerdem feuchte Tücher aufhängen oder Gefäße mit kaltem Wasser aufstellen.
Frage 6 von 10
Was ziehen Sie bei Hitze am besten an?
Bei Hitze ist es am besten, wenn die Kleidung locker sitzt, damit die Luft zirkulieren kann. Wählen Sie luftige Kleidung aus atmungsaktiven Stoffen wie Viskose oder leichter, dünner Baumwolle. Der kühlende Effekt der lockeren Kleidung wird durch die Farbe der Kleidung nicht wesentlich beeinflusst. Bei enganliegender Kleidung schneiden helle T-Shirts jedoch besser ab als dunklere, denn diese wärmen sich deutlich stärker auf, da sie das Sonnenlicht nicht reflektieren.
Frage 7 von 10
Für welche Personengruppen stellt Hitze ein besonders großes Risiko dar?
Ältere Menschen ab ca. 65 Jahren, Menschen mit Erkrankungen, Schwangere sowie Babys und Kleinkinder sind bei Hitzewellen besonders gefährdet. Am wichtigsten ist es, ausreichend zu trinken und direkte Hitze und Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Weitere Tipps wie Sie sich und Ihre Angehörigen am besten schützen können, erfahren Sie auf unserer Webseite.
Frage 8 von 10
Babys und Kleinkinder sind bei Hitze besonders gefährdet. Wie können Sie am besten erkennen, ob einem Baby zu heiß ist?
Ob einem Baby oder einem Kleinkind zu heiß ist, können Sie ganz leicht herausfinden, indem Sie die Stelle zwischen den Schulterblättern unterhalb des Nackens befühlen. Die Haut hier sollte warm, aber nicht verschwitzt sein. An heißen Tagen ziehen Sie ihm am besten leichtere Kleidung an und halten Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind im kühlsten Raum der Wohnung auf. Weitere Tipps wie Babys und Kleinkinder am besten vor Hitze schützen können, erfahren Sie auf unserer Webseite.
Frage 9 von 10
Was müssen Menschen, die Arzneimittel einnehmen, im Sommer beachten?
Einige Arzneimittel vertragen keine Lagertemperaturen über 25°C. Wenn es überall in der Wohnung zu warm ist, lagern Sie die Arzneimittel am besten im Kühlschrank. Die Anwendung von manchen Arzneimitteln kann zudem die Fähigkeit Ihres Körpers beeinflussen, Hitze gut zu bewältigen. Zum Beispiel können manche Medikamente das Schwitzen hemmen. Besprechen Sie daher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Ihre Arzneimittel bei Hitze ein Risiko darstellen können.
Frage 10 von 10
Neben hitzebedingten Beschwerden kann der Klimawandel noch weitere gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Welche zum Beispiel?
Der Klimawandel bringt zahlreiche Gesundheitsrisiken mit sich. So können sich Stechmücken und Zecken leichter ausbreiten und Krankheitserreger übertragen. Außerdem kann der Klimawandel zu einer Zunahme von Hautkrebs, Atemwegserkrankungen und Allergien führen. Die verlängerte Blühperiode vieler Pflanzen sorgt außerdem für eine längere Allergiesaison für Menschen, die an einer Pollenallergie leiden.
Frage von 10
Das ist richtig!
Frage von 10
Das ist leider falsch!
Ergebnis
Glückwunsch! Sie sind am Ende von unserem Quiz angekommen.
Unterstützen Sie uns dabei, auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimaveränderung und insbesondere von Hitze hinzuweisen. Nutzen und teilen Sie hierfür beispielsweise unsere Kampagnen-Materialien (Bilder, Kurz-Videos) für die Social-Media-Plattformen Instagram, Facebook und Twitter. Tragen Sie so dazu bei, dass noch mehr Menschen erfahren, wie sie sich am besten schützen können. Neben allgemeinen Materialien stellen wir auch zielgruppenspezifische Social Media Kits für Menschen ab 65 Jahren sowie für Eltern von Babys und Kleinkindern zur Verfügung.
Der Klimawandel, seine Folgen und die damit verbundenen Herausforderungen beschäftigen uns alle. Auch auf die Gesundheit kann er Auswirkungen haben. Doch zu welchen Krankheiten kann er beitragen? Wie wirkt sich der Klimawandel auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit aus? Und wie kann ich mich schützen? Wir haben einen Überblick und weiterführende Links für Sie zusammengestellt.