Hitze und Klimawandel
Hitze und Hitzeschutz
© Xurzon / Istockphoto
Hitze und Klimawandel
Hitze und Hitzeschutz
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Endlich Sommer! Die Sonne macht gute Laune, die Menschen sind viel an der frischen Luft und irgendwie geht alles leichter von der Hand. Bis zur ersten „Hitzewelle“, die sich bei vielen belastend auf Wohlbefinden und Gesundheit auswirken kann. Verantwortlich für die Hitzebelastung sind heiße Tage mit hohen Lufttemperaturen ab 30 °C bei gleichzeitiger Windstille oder nur sehr schwachem Wind. Ihnen folgen häufig Tropennächte, in denen die Lufttemperatur nicht unter 20 °C fällt. Hält dieser Zustand mehrere Tage und Nächte an, sprechen wir von einer Hitzewelle.
Die Hitze-Sommer der letzten zwei Jahrzehnte sind keine „Ausrutscher“, sondern Bestätigungen eines Trends: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland im Jahre 1881 wurden elf besonders warme Jahre registriert. Die Jahresmitteltemperatur lag in diesen besonders warmen Jahren etwa 2 bis 3 °C über dem langjährigen Durchschnitt (Referenzperiode 1961–1990). Neun der zehn wärmsten Jahre in Deutschland seit 1881 lagen im 21. Jahrhundert. Die Jahre 2022 und 2018 waren mit je 10,5 °C Jahresmitteltemperatur die bisher wärmsten. Auch acht der zehn heißesten Sommer ereigneten sich in den vergangenen 30 Jahren. Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass der Klimawandel die Temperaturen steigen lässt. Die höheren Temperaturen führen häufiger zu Hitzewellen, die außerdem noch länger dauern und immer intensiver werden.
Wie häufig und wie stark Menschen von „Hitzewellen“ betroffen sind, hängt auch davon ab, wo sie leben:
Die erwarteten Klimaänderungen und die damit verbundene Zunahme der Hitzebelastung gehen in Europa mit dem demographischen Wandel einher. Unsere Gesellschaft wird im Schnitt immer älter. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lebten im Jahr 2024 bereits etwa 19 Millionen Menschen ab 65 Jahren in Deutschland (ca. 23 Prozent der Bevölkerung). Bis 2040 wird diese Zahl auf etwa 22–23 Millionen ansteigen. Damit wächst auch die Anzahl der Menschen, die schwere, durch Hitze hervorgerufene Krankheitssymptome entwickeln könnten, da ältere Personen besonders vulnerabel sind. Hitzebelastung kann bei besonders gefährdeten Menschen sogar zum Tod führen, vor allem wenn sie länger als drei Tage andauert. Im Sommer 2022 kam es zu etwa 4.500 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland, im Sommer 2023 waren es 3.200 hitzebedingte Todesfälle. Bis Ende des Jahrhunderts könnten – ohne Anpassungsmaßnahmen – bis zu 8.500 Hitzetote pro Jahr auftreten.
Aber auch weitere Gruppen wie Menschen mit chronischen Erkrankungen, Säuglinge und Kleinkinder werden durch Hitze besonders gesundheitlich belastet. Aber im Grunde sind wir alle bei hohen Temperaturen oftmals weniger leistungsfähig und geschwächt, weil der Körper permanent damit beschäftigt ist, auf eine Kerntemperatur von etwa 37 Grad herunterzukühlen.
Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Hitze. Entscheidend ist die individuelle Anpassungsfähigkeit des Körpers. Auch die Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person, sich während einer Hitzewelle aktiv vor Hitzebelastungen zu schützen, spielen eine Rolle. Menschen aus den folgenden Gruppen sollten bei Hitze in besonderem Maße auf sich Acht geben bzw. vor Hitze geschützt werden:
Sie möchten wissen, wie sich Hitze auf Ihre Gesundheit auswirken kann und was Sie bei hitzebedingten Beschwerden tun können? Sie möchten wissen, welche effektiven Maßnahmen Sie oder andere vor Hitze schützen? Wir haben hier auf unserer Webseite viele hilfreiche Informationen für die Allgemeinbevölkerung, spezielle Risikogruppen und Lebenswelten zusammengetragen.